Ein König wird beseitigt: Ludwig II. von Bayern

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Ein König wird beseitigt: Ludwig II. von Bayern

Beitrag  Ida am So März 07, 2010 3:37 pm

von Heinz Häfner.
Hat das jemand schon gelesen? Würde mich interessieren.
Kurzbeschreibung bei amazon
Dieses aufsehenerregende Buch des Psychiaters Heinz Häfner zeichnet ein neues Bild von Ludwig II. Er litt nicht unter unheilbarer Geistesschwäche und einer Paranoia, sondern unter Bausucht und einer Sozialphobie. Seine Gegner ließen ihn für verrückt erklären, um ihn zu stürzen. Am 13. Juni 1886 ertrank der bayerische König Ludwig II. zusammen mit dem Psychiater Bernhard von Gudden im Starnberger See. Der Münchner Professor hatte dem König wenige Tage zuvor "unheilbare Geistesschwäche und Paranoia" attestiert, woraufhin dieser entmündigt, überwältigt und in Schloß Berg unter psychiatrische Aufsicht gestellt worden war. Gut 120 Jahre später kann der renommierte Psychiater Heinz Häfner nach Sichtung bislang unbekannter Quellen zeigen: Auch nach den damals geltenden Kriterien war der König keineswegs geisteskrank; das psychiatrische Gutachten war lediglich Mittel zum Zweck, Ludwig die Regierungsgewalt zu entziehen. Die ihm vorgeworfene Verschwendungssucht hätte dazu nicht ausgereicht, und eine freiwillige Abdankung schien aussichtslos. So griffen die Gegner des Königs zu dem Ausweg, ihn für verrückt zu erklären. Weder das Verhalten noch die Äußerungen Ludwigs II. und schon gar nicht der Hirnbefund nach seinem Tod lassen indessen das Urteil zu, er sei psychotisch gewesen. Vielmehr litt er unter zwei auch heute noch weithin anzutreffenden Störungen: einem ausgeprägten Suchtverhalten und einer sozialen Phobie, die durch seine Homosexualität noch gesteigert wurde.

Ida

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Re: Ein König wird beseitigt: Ludwig II. von Bayern

Beitrag  Roseninsel am So März 07, 2010 7:17 pm

Also ich habe das Buch aus der Bibliothek ausgeliehen und gelesen.
Nun, ich denke dass einige Ansätze von Häfner sicherlich richtig sind.
Aber ich glaube nicht, dass Ludwig entmündigt wurde, weil er homosexuell war.
Und auch die Behauptung von Häfner, dass Ludwig sich seine Liebhaber regelrecht gekauft
hat, das kann ich mir nicht vorstellen. Es ist noch nicht einmal bestätigt, ob Ludwig
überhaupt eine homosexuelle Affäre hatte. Ich denke, dass die Neigung vorhanden war, aber
in wie weit er es ausgelebt hat, das wird ein ewig Rätsel bleiben.
Was jedoch richtig ist, wenn auch nichts neues, dass Ludwig unter Angsterkrankungen und
Depressionen gelitten hat. Das Buch ist sehr langatmig und wirklich nur was für welche, die schon
viel über Ludwig gelesen haben.
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